VLN 6: Nach turbulenten Rennen Platz zwei

Beim sechsten Wertungslauf zur Langstreckenmeisterschaft Nürburgring (VLN) am 1.September 2018 waren wieder positive und negative Emotionen sehr eng aneinander. Nach einem sehr guten Start auf Platz zwei, ist der MINI unschuldig in eine Kollision verwickelt worden. Auf Position vier zurückgefallen starteten die Fahrer eine Aufholjagd und beendeten das Rennen mit dem zweiten Podiumsplatz. Die positiven Emotionen haben gesiegt.

Am morgendlichen Rennsamstag war die Crew und die Fahrer bereit das vier Stunden dauernde Rennen aufzunehmen, denn die Test- und Einstellfahrten am vorangegangen Freitag versprachen große Zuversicht im Team. Die Gewichts- und Leistungskur in den vierzehn rennfreien Tagen zeigten Wirkung. Das Auto und Team war also bestens vorbereitet.

Im Qualifikationstraining am Renntag besetzte Racing4Emotion mit ihrer ersten gefahrenen Zeit lange Platz eins. Kurz vor Schluss setzten die Mitstreiter in der Klasse SP2T noch eine schnelle Runde nach und verwiesen den MINI mit der Startnummer 387 auf Startplatz zwei. Im Team rund um die Fahrer Jürgen Bretschneider (Friedberg), Steven Fürsch (Waizenbach) sowie Ralf Zensen (Barweiler) war man trotzdem zufrieden.

Bei strahlendem Sonnenschein wurde das Rennen pünktlich um 12.00 Uhr gestartet. Die Strategie sah vor, dass sich das mit 144 Startern große Feld erst einmal entzerren sollte, bevor richtig auf Angriff gefahren wird. In der dritten Rennrunde nahm es unser Startfahrer Jürgen Bretschneider auch wörtlich. Das Team Racing4Emotion hat in dieser Runde nicht nur die schnellste teaminterne Runde gedreht. Sie haben mit dieser Umrundung die jemals schnellste Rennrunde eines MIN Coupés JCW Endurance im Rennen auf dem Nürburgring in den Asphalt gebrannt. Emotionen pur im Team.

Alles lief wie am bekannten und viel zitierten Schnürchen. Aufgrund einer längeren Code 60 Phase in einem schnellen Streckenabschnitt der Nordschleife (diese war einem schweren Unfall eines anderen Teilnehmers geschuldet, der glücklicher Weise glimpflich verlief) wurde die Taktik geändert und ein Boxenstopp vorgezogen. Auch hier verlief alles wie im Bilderbuch. Aber mit dem Angriff auf den in Führung liegenden Peugeot von Nett Motorsport war in Runde sechs erst einmal Schluss. Ein Kontrahent einer anderen Klasse touchierte den schwarzen MINI und drehte ihn fast um. Das fatale an dem Manöver. Es kam noch zu einem seitlichen Treffer. Mit einem Schaden an Tür, Reifen und Felge blieb dem Team Racing4Emotion nichts anderes übrig als langsam die Box anzusteuern. Damit fiel das Fahrertrio auf den vierten Platz zurück.

Die Techniker checkten das Auto und schickten es repariert wieder auf die Strecke. Und die Fahrer? Sie haben die restliche Renndauer genutzt und fast ein Feuerwerk abgebrannt. Berichten von der Strecke zufolge hat es Zuschauer nicht mehr auf ihren Campingstühlen gehalten, wenn der schwarze MINI auf der Strecke ankam und das ein oder andere vermeintlich stärkere Auto überholte. Wieder einmal Emotionen pur. Nicht nur im Team, sondern auch bei den Zuschauern.

Am Ende des Rennens verabschiedete sich Racing4Emotion mit einem zweiten Podiumsplatz und viel Karosseriearbeiten für die Techniker, aus der Eifel.

In drei Wochen bereits, am 22. September 2018, heißt es in einem auf vier Stunden angesetzten Rennen auf dem Nürburgring wieder Feuer frei für Racing, Spannung und Emotionen.

Text: Daniel Peter / presse@racing4emotion.de

Foto(s): Daniel Peter

Stand : September 2018