VLN 4/2019 Rennen Flop – Rettung Top

Pech im vierten Lauf der Saison, doch das Team war an einer Rettungsübung beteiligt, die erfolgreich beendet werden konnte.  

Das Team aus dem bayrischen Friedberg reiste am zweiten Juli Wochenende hoch motiviert in die Eifel. Auf der wohl anspruchsvollsten Rennstrecke der Welt, dem Nürburgring, sollte das Team mit den beiden Fahrern Steven Fürsch (Waizenbach) und Jürgen Bretschneider (Friedberg) am vier Stunden Rennen der Langstreckenmeisterschaft Nürburgring (VLN) teilnehmen.

Freitag vor dem Rennen erfolgte routinemäßig die technische Abnahme des schwarzen MINI Coupe´s. Alles verlief reibungslos. Auch die letzten Vorbereitungen und Feineinstellungen am Rennboliden abends vor dem Renntag liefen planmäßig. Das Team freute sich auf den nachfolgenden Renntag.

Samstag 13.Juli 2019 Raceday

Der morgen begann für Jürgen Bretschneider und die Technikercrew bereits früh um 07.10 Uhr. Das Team ist vom Veranstalter für eine sogenannte Rettungsübung ausgelost worden. Später im Bericht dazu mehr. Nur so viel sei vorweg genommen. Es war eine Erfahrung und die Übung verlief sehr gut.

Samstag 08.20 Uhr

Jürgen Bretschneider schnallte sich im Sitz des kultigen schwarzen Minis an. Die Techniker ließen währenddessen den Wagen warmlaufen. Die Boxenampel zeigte grünes Licht und Jürgen wurde auf die Renntrecke losgelassen. Der Plan: Einige Runden auf dem kleinen Teil des Nürburgrings, der sogenannten Grand Prix Strecke, als Einrollphase nutzen, bevor es auf die Nordschleife zur Zeitenjagd gehen sollte. Über Funk meldete Jürgen, dass alles O.K. sei und nun die Qualifikationsrunde starten werde. Kurz nach diesem Funkspruch sah er wie die Wassertemperatur im MINI anstieg. Routinemäßig verlangsamte er sofort die Fahrt und steuerte Richtung Box. Dort nahmen ihn die bereits wartenden Techniker in Empfang. Fieberhaft suchte die Mannschaft rund um David Dombek den Fehler. Ein Fremdteil steckte im Wasserkühler das sich für den Wasserverlust verantwortlich zeigte. Irgendwo auf der Strecke muss Jürgen das Metallteil „aufgesammelt“ haben. Diesen Fehler zu beheben wäre für die Techniker ein leichtes gewesen, doch der Motor wollte nicht wieder anspringen. Es folgte die niederschmetternde Diagnose – Motorschaden. Steven Fürsch kam an diesem Wochenende nicht zum Einsatz.

  

Die Techniker werden von einem Kameramann bei der Fehlersuche beobachtet.

 

Rückblick Samstag 07.10 Uhr Rettungsübung

Bei einer VLN Veranstaltung werden seit diesem Jahr Teilnehmer ausgelost, die an einer Rettungsübung teilnehmen müssen. Dieses Training dient zur Aus- und Weiterbildung der eingesetzten Rettungskräfte die rund um die Rennstrecke in Bereitschaft stehen. Aufgrund unterschiedlicher Fahrzeuge bei einer Rennveranstaltung sind diese Übungen Richtig und Wichtig. Deshalb unterstützt  Racing4Emotion diese Maßnahme sehr gerne. Nun galt es für den anwesenden Rettungsdienst den Fahrer Jürgen Bretschneider, der sich sofort zur Verfügung gestellt hat, aus dem  MINI des Teams zu „befreien“.

Für die Beantwortung von technischen Fragen stand die Technikcrew Rede und Antwort. Am Ende der Übung waren alle mit dem Ablauf zufrieden. Das Team hofft, dass es nie zu einem Ernstfall kommt.

Beunruhigende Szene. Aber Entwarnung. Es ist eine Übung.

 

Der Rettungsdienst befreit den Fahrer und dafür wird ein

sogenanntes „Spineboard“ unter den zu rettenden Fahrer geschoben

 

Racing4Emotion möchte diese Gelegenheit nutzen um sich bei allen Sportwarten und Rettungsdienstpersonal, die bei jedem Wetter für unsere Sicher- und Gesundheit bereit stehen, ganz herzlich bedanken. Macht weiter so.

 

Ausblick

Bereits in drei Wochen, am 03. August 2019, heißt es wieder in die Eifel reisen und am sechs Stunden Rennen teilnehmen. Um das möglich zu machen wird das Licht in der heimischen Werkstatt des Teams wohl dauernd brennen.

 

 

 

Text: Daniel Peter / presse@racing4emotion.de

Foto(s): Daniel Peter

Stand : Juli 2019