Nach einem dramatischem Rennen Platz 2

Wenn das Team, Racing4Emotion, den vierten Lauf zur Langstreckenrennserie Nürburgring (VLN) am 07. Juli 2018 kurz zusammenfasst, würde es in etwa so aussehen. Ein zweiter Platz im Training – Zwei Stunden lang in Führung – Zeitstrafe – techn. Defekt – Reparatur neben der Strecke – Rennen wieder aufnehmen und angreifen, um letztendlich die Ziellinie als zweitplatzierter zu überqueren. Ein an Spannung nicht zu Überbietendes vier Stunden Rennen auf der Nordschleife des Nürburgrings. Steven Spielberg hätte das Drehbuch nicht besser schreiben können.

Aber nun langsam der Reihe nach. Bei allerbestem Wetter empfing die Eifel das Team rund um die beiden Protagonisten Jürgen Bretschneider (Friedberg) und Steven Fürsch (Waizenbach). Auf dem Anhänger ihr Rennfahrzeug, das schwarze Mini Coupé. Es lief in den Vorbereitungen zu diesem Rennen alles glatt. Am Freitagabend vor dem Rennen wurden noch die letzten Arbeiten erledigt, bevor es Samstagmorgen zum Training ging. Mit der zweitschnellsten Zeit in der Klasse SP2T verabschiedete man sich aus der Trainingssession.

Um zwölf Uhr schaltete die Startampel auf Grün. Das Feld, mit ca. 130 Fahrzeugen, wurde auf die Reise geschickt. Jürgen Bretschneider hielt den Mini nicht nur auf der Strecke, sondern die Konkurrenz in Schach. Bereits nach fünf Rennrunden fuhr er von Gesamtstartplatz 84 auf Rang 69 vor. In der Klassenwertung führte er mit rund 2 Minuten Vorsprung auf den Zweitplatzierten die Klasse an. In dieser für das Team sehr guten Position wurde seitens der Rennleitung der Startnummer 387 eine 45 sekündige Stop an Go Strafe aufgebrummt. Brav wurde die Strafe angetreten und im Anschluss wieder mächtig Gas gegeben. Damit schmolz der Vorsprung auf gute 40 Sekunden zusammen. Das Rennen lief jetzt gut zwei Stunden.

Der planmäßige Boxenstopp war in Vorbereitung. In dem Moment als Steven Fürsch seinen Helm überstreifte, platzte über Funk die Nachricht von Jürgen herein: „Das Auto hat keinen Vortrieb mehr, stehe auf der Nordschleife.“ Nach einer kurzen Resignation im Team fuhren drei Techniker, ausgerüstet mit den nötigsten Ersatzteilen und Werkzeug, zum havarierten Fahrzeug, dass glücklicherweise von der Streckensicherung zur Ausfahrt Pflanzgarten abgeschleppt wurde. Dort zwischen Zuschauern, Bundesstraße und Zaun wechselte die Mannschaft in Rekordzeit die defekte Antriebswelle. Das Auto war wieder im Rennen.

 „Die Mechaniker haben tolle Arbeit geleistet. Wären sie nicht gewesen, hätten wir einpacken können. Danke Jungs!“, waren die Worte von Jürgen und Steven nach dem Rennen. Nach erfolgreicher Reparatur stattet man das Auto an der Box mit frischen Reifen, Kraftstoff und Fahrer aus. Steven Fürsch, der ab dem Zeitpunkt des Boxenstopps am Steuer saß, presste aus dem Mini alles heraus, was ging. Durch diese Aufholjagd gelang es dem Team die schnellste Rennrunde zu fahren. Leider büßte man durch den defekt die Führung ein. Besonders ärgerlich der auf drei Runden angewachsene Rückstand auf den erstplatzierten. Nach vier Stunden Renndauer und einer fulminanten Aufholjagd, fuhr der Mini mit der Startnummer 387 des Teams Racing4Emotion, als zweitplatzierter über die Ziellinie.

 

Das gesamte Team war glücklich dieses Rennen beendet zu haben. Aus dem fernen Le Mans gratulierte Teammitglied Ralf Zensen (Barweiler), zu dieser Leistung.

In gut sechs Wochen, am 18. August 2018, heißt es wieder für das Team Langstreckenrennen Nürburgring. Ein auf 6h Renndauer angesetztes Saisonhighlight.

 

Stimmen

Steven Fürsch: „Ich muss zugeben, dass ich bereits resigniert im Zelt saß, als man mir zurief: „Steve du musst ins Auto!“. Wir versuchten den Rückstand auf Platz eins noch wieder wettzumachen. Er war aber einfach zu groß. Nach diesem ereignisreichen Rennen können wir mit einem zweiten Platz zufrieden sein. Mehr war heute einfach nicht drin. Im August beim 6h Rennen werden wir wieder alles geben. Danke nochmals an das Boxenteam. Großartige Leistung.“

Jürgen Bretschneider: „Unsere Mechaniker haben mich richtig überrascht. Als die an der Strecke am Reparieren waren und mir sagten, in zwei Minuten sitzt du wieder im Auto, habe ich noch mal nachgefragt. Aber Top Leistung von den Jungs. Ich bin richtig froh, dass wir einen zweiten Platz erreicht haben. Nach den letzten Rennen, war es bitter nötig wieder die Zielflagge zu sehen. Wir haben es geschafft und bereiten uns nun auf das Saisonhighlight, das 6h Rennen im August, vor.“

 

Text: Daniel Peter / presse@racing4emotion.de

Foto(s): Daniel Peter

Stand : Juli 2018