„Hängt ein Fluch über uns?“

Sehr zuversichtlich reiste das gesamte Team Racing4Emotion zum dritten Wertungslauf zur Langstreckenmeisterschaft Nürburgring (VLN). Die vergangenen elf Wochen nach dem letzten Rennen wurden genutzt, um die dort aufgetretenen technischen Probleme aus der Welt zu schaffen. Trotz sorgfältiger Vorbereitungen ereilte das Team ein vor Ort unlösbares Problem und musste auf einen Start verzichten.

„Hängt ein Fluch über uns?“ Das waren die Worte von Steven Fürsch, als er von der Technik Mannschaft am Morgen des Rennsamstages erfuhr, das der MINI mit der Startnummer 387 nicht am Rennen teilnehmen wird. Also ein Rennen ohne Rennen. Dabei fing das Wochenende sehr gut an. Am Freitagnachmittag vor dem Wertungslauf konnten einige Partner und Gäste im Fahrerlager des Nürburgringes begrüßt werden. Die Stimmung im Team war ausgesprochen gut. Alles verlief problemlos. Um 16.00 Uhr startete Steven den Motor des schwarzen Rennautos und absolvierte eine Funktionsrunde. Diese war vielversprechend, sodass vier Gäste die Möglichkeit nutzten, im Renntempo über die Nordschleife gefahren zu werden. Nach dem Ende der Test- und Einstellfahrten stieg sogar noch einmal die Zuversicht im Team. Die Techniker haben es in den vergangenen Wochen geschafft das Auto weiter zu verbessern.

Doch dann begann das eigentliche Drama. Wie üblich wird am Abend vor einem Rennen alles einmal durchgeschaut und geprüft. Neben den normalen Arbeiten wurden ein paar belanglose nicht unlösbare Probleme festgestellt. Zum Beispiel musste ein Kabel neu gelegt werden, die Luftführung zur Kühlung bedurfte die Hand eines Technikers. Bis zur Überprüfung der Kraftstoffversorgung, die dann alles änderte. Ein Problem mit der Tankanlage. Es wurde alles vor Ort mögliche getan, um diese Probleme zu beheben. Bis spät in die Nacht wurde an einer Lösung gearbeitet. Die Telefondrähte glühten. Gespräche mit befreundeten Teams wurden geführt. Alle Versuche liefen ins Leere. Ein neuer Tank war nicht in der Kürze der Zeit aufzutreiben.

Das Team hatte keine andere Wahl als den MINI aus Sicherheitsgründen nicht starten zu lassen. Die Mannschaft war gefrustet. Alle Bemühungen und Vorbereitungen waren nicht von Erfolg gekrönt. Jürgen Bretschneider und Steven Fürsch kamen an diesem Wochenende auf keine Rennkilometer.

Aber wer das Team Racing4Emotion kennt. „Wir fallen hin und stehen gestärkt wieder auf.“ So der Tenor der Mannschaft. Bereits in knapp zwei Wochen, am 7. Juli 2018 wird die Mannschaft mit dem kultigen MINI Coupé wieder in der Eifel an den Start gehen. Motivierter denn je.